1890 ehrenamtliche Stunden für Rheiner Kirmes 2026

Vier Tage Kirmestrubel, tausende Begegnungen und ein Sanitätswachdienst, der im Hintergrund dafür sorgt, dass Menschen im Notfall Hilfe bekommen. Bei der Rheiner Herbstkirmes vom 16. bis 19. Oktober waren zahlreiche ehrenamtliche Einsatzkräfte auf dem Emstorplatz und dem Elisabethplatz im Einsatz. Insgesamt kamen dabei 1.890 Helferstunden zusammen, einschließlich der Vorbereitungen.

Für die Besucher*innen gehört der Sanitätsdienst zum Sicherheitskonzept einer Großveranstaltung. Für die Ehrenamtlichen bedeutet er viele Stunden Bereitschaft, Aufmerksamkeit und Teamarbeit. Die Stadt Rheine vergibt den Auftrag für den Sanitätswachdienst. Die Zahl der benötigten Einsatzkräfte richtet sich nach den vorgegebenen Anforderungen und steigt nach den vorliegenden Erfahrungen mit dem Aufwand solcher Veranstaltungen.

Gemeinsam im Einsatz, über Ortsvereinsgrenzen hinweg

Die Einsatzkräfte kamen aus mehreren DRK-Ortsvereinen: Rheine, Neuenkirchen, Mesum, Ochtrup, Nordwalde und Emsdetten waren ebenso beteiligt wie die Ortsvereine Lemgo und Leopoldshöhe aus dem DRK-Kreisverband Lippe e.V. Die Sanitätsstationen wurden von den DRK-Ortsvereinen Borghorst und Greven gestellt. Zusätzlich waren Rettungswagen aus Neuenkirchen und Emsdetten sowie Krankentransportwagen aus Rheine und Nordwalde eingebunden.

Auch andere Hilfsorganisationen unterstützten den Dienst. Die Malteser aus Rheine waren am Montag mit sechs Helfenden dabei. Die DLRG Rheine stellte am Freitag, Sonntag und Montag jeweils zwei Helfende.

Daniel Mosel, Fachberater Sanitätsdienst beim DRK-Ortsverein Rheine, hatte die Koordination des Sanitätswachdienstes übernommen. Für ihn ist die Zusammenarbeit über Organisationsgrenzen hinweg ein wesentlicher Bestandteil des Einsatzes: „Im Einsatz ist es sowieso völlig egal, welches Logo du auf deiner Dienstkleidung trägst. Da kommt es auf eine gute Zusammenarbeit an und dass man gemeinsam kommunizieren und anpacken kann.“

Dass diese Zusammenarbeit funktioniert, zeigt sich nicht nur dann, wenn jemand medizinische Hilfe benötigt. Auch zwischen den Einsätzen entstehen Kontakte, die das Miteinander stärken. Eine ehrenamtliche Helferin des DRK-Ortsvereins Emsdetten beschreibt, was sie an den gemeinsamen Diensten schätzt: „Ich freue mich schon immer, weil ich weiß, welche Leute ich dann wiedersehe aus meinem und den anderen Ortsvereinen. Man kann sich zwischen den Einsätzen unterhalten und weiß viel voneinander. Wenn es dann ernst wird, arbeitet man professionell zusammen und diese Mischung schweißt unheimlich zusammen. Man weiß genau, dass man sich aufeinander verlassen kann und dass alle sich gegenseitig unterstützen.“

Versorgung gehört zum Einsatz dazu

Wer von 14 bis 22 Uhr im Sanitätswachdienst arbeitet, braucht auch Gelegenheit, sich aufzuwärmen, etwas zu essen und kurz zur Ruhe zu kommen. Die katholische Kindertageseinrichtung St. Elisabeth in Rheine stellte dafür nach Ende des Kita-Betriebs ihre Räume zur Verfügung. Die Einsatzkräfte konnten dort Kaffee trinken, die Toiletten nutzen und sich zwischen den Diensten aufhalten.

Für eine warme Mahlzeit sorgte täglich der Verpflegungsdienst des DRK-Kreisverbands Steinfurt e.V. mit Feldkoch Sigmund Lühn. Feldköch*innen versorgen Einsatzkräfte und betroffene Menschen bei größeren Schadenslagen, Übungen und Sanitätsdiensten. Auch bei einer Veranstaltung wie der Rheiner Kirmes ist diese Versorgung ein wichtiger Teil der Vorbereitung und Durchführung.

Ehrenamt, das viele Stunden möglich macht

Hinter den 1.890 Helferstunden stehen Menschen, die ihre Freizeit einsetzen, damit andere sicher feiern können. Dazu kommen Absprachen, Vorbereitung, Material, Fahrzeuge und die Versorgung der Einsatzkräfte. Der Sanitätsdienst auf einer Großveranstaltung funktioniert nur, wenn viele Menschen ihre Aufgaben zuverlässig übernehmen und miteinander arbeiten.

Wer sich für das Ehrenamt beim DRK interessiert, findet weitere Informationen unter www.drk-kv-steinfurt.de/ehrenamt.